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SEO

5 SEO-Tipps für kleine Unternehmen in OWL

Fünf Schritte, mit denen ein kleiner Betrieb in Ostwestfalen-Lippe lokal sichtbarer wird — ohne Agenturvertrag und ohne monatliche Pauschale.

· 5 Min.

Eine Landkarte, auf der rote Linien mehrere Betriebe mit einem leuchtenden Suchsymbol in der Mitte verbinden
KI-generierte Illustration

Für Betriebe mit Einzugsgebiet entscheidet der Umkreis, nicht die bundesweite Platzierung.

Ein Betrieb, dessen Kunden aus der Umgebung kommen, gewinnt durch lokale Sichtbarkeit mehr als durch bundesweite Platzierungen. Wer in Löhne, Herford, Bad Oeynhausen oder Minden nach einem Dachdecker, einer Physiopraxis oder einer Steuerkanzlei sucht, bekommt andere Ergebnisse angezeigt als jemand, der dieselben Wörter in Hamburg eintippt. Der Wettbewerb um diese Ergebnisse ist überschaubar — er besteht aus den Betrieben im selben Umkreis, nicht aus jedem Anbieter der Republik.

Die fünf folgenden Schritte lassen sich grundsätzlich auch ohne Vertrag mit einer Agentur beginnen. Der tatsächliche Aufwand hängt vom vorhandenen Profil, den Zugängen, der Website und der Zahl veralteter Einträge ab. Aus unseren Bestandsaufnahmen wissen wir: Häufig liegen erste Verbesserungsmöglichkeiten in genau diesen fünf Bereichen.

Tipp 1: Das Google-Unternehmensprofil ist bei lokalen Suchen sichtbarer als die Startseite.

Das Unternehmensprofil bei Google steht bei Suchen mit Ortsbezug mit Karte, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Bewertungen über den übrigen Ergebnissen. Viele Menschen rufen von dort aus an oder starten die Navigation, ohne die Website überhaupt zu öffnen. Damit ist das Profil für einen Betrieb mit Ladenlokal, Werkstatt oder Praxis der Ort, an dem die Entscheidung fällt.

Gepflegt wird es trotzdem selten. Der typische Befund lautet: Das Profil wurde nie beansprucht, die Angaben stammen aus alten Verzeichniseinträgen, das letzte Foto ist vier Jahre alt. Vier Felder lohnen die meiste Aufmerksamkeit.

  • Hauptkategorie — sie entscheidet mit darüber, bei welchen Suchen der Betrieb überhaupt in Frage kommt, und wird meistens zu allgemein gewählt.
  • Leistungen einzeln eintragen, jede mit zwei, drei erklärenden Sätzen, statt einer Sammelbezeichnung wie „Bauarbeiten“.
  • Eigene Fotos statt Stockbilder: Werkstatt, Team, fertige Arbeiten. Das ist das Erste, was Menschen ansehen.
  • Öffnungszeiten samt Feiertagen und Betriebsferien, im Voraus hinterlegt. Falsche Zeiten an einem Feiertag erzeugen genau die Bewertungen, die niemand will.

Tipp 1: Das Google-Unternehmensprofil kann bei lokalen Suchen besonders sichtbar sein.

Das Unternehmensprofil bei Google kann bei Suchen mit Ortsbezug zusammen mit Karte, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Bewertungen prominent erscheinen. Menschen können von dort aus anrufen oder die Navigation starten, ohne zuvor die Website zu öffnen. Für einen Betrieb mit Ladenlokal, Werkstatt oder Praxis kann das Profil die Entscheidung daher wesentlich beeinflussen.

Gepflegt wird es trotzdem selten. Der typische Befund lautet: Das Profil wurde nie beansprucht, die Angaben stammen aus alten Verzeichniseinträgen, das letzte Foto ist vier Jahre alt. Vier Felder lohnen die meiste Aufmerksamkeit.

  • Hauptkategorie — sie entscheidet mit darüber, bei welchen Suchen der Betrieb überhaupt in Frage kommt, und wird meistens zu allgemein gewählt.
  • Leistungen einzeln eintragen, jede mit zwei, drei erklärenden Sätzen, statt einer Sammelbezeichnung wie „Bauarbeiten“.
  • Eigene Fotos statt Stockbilder: Werkstatt, Team, fertige Arbeiten. Das ist das Erste, was Menschen ansehen.
  • Öffnungszeiten samt Feiertagen und Betriebsferien, im Voraus hinterlegt. Falsche Zeiten an einem Feiertag erzeugen genau die Bewertungen, die niemand will.

Tipp 2: Vierzig Ortsseiten schaden mehr, als sie nützen.

Kopierte Ortsseiten — dieselbe Vorlage, nur der Ortsname ausgetauscht — erkennt Google seit Jahren und wertet sie als dünnen Inhalt. Das Ergebnis ist nicht Sichtbarkeit in vierzig Orten, sondern im Zweifel gar keine angezeigte Seite, auch nicht die für den eigenen Standort.

Eine Standortseite lohnt sich dann, wenn es dort tatsächlich etwas zu erzählen gibt: ein eigenes Team, ein abgeschlossenes Projekt, eine andere Anfahrt, andere Öffnungszeiten. Für einen Handwerksbetrieb aus Löhne, der auch in Bielefeld und Minden arbeitet, sind das meist zwei bis drei Seiten — dazu je Leistung eine eigene Seite, auf der das Einzugsgebiet beiläufig und in ganzen Sätzen vorkommt. Drei Seiten mit echtem Inhalt wirken mehr als vierzig gleiche.

Von einem Ladengeschäft mit Kartennadel führen Wege zu Bewertungen, Fotos, Suche und einer zweiten Filiale
KI-generierte Illustration

Tipp 2: Viele nahezu gleiche Ortsseiten können schaden.

Nahezu gleiche Ortsseiten, bei denen nur der Ortsname ausgetauscht wird und die vor allem Suchanfragen abfangen sollen, können gegen Googles Spamrichtlinien zu Brückenseiten oder massenhaft erzeugten Inhalten verstoßen. Solche Seiten können schlechter platziert oder ganz aus den Suchergebnissen ausgeschlossen werden.

Eine Standortseite ist vor allem dann sinnvoll, wenn es dort tatsächlich eigenständige Informationen gibt: ein eigenes Team, ein abgeschlossenes Projekt, eine andere Anfahrt oder andere Öffnungszeiten. Für ein Einzugsgebiet können zusätzlich Leistungsseiten genügen, die die bedienten Orte natürlich und sachlich benennen. Entscheidend ist der eigenständige Nutzen der Seite, nicht eine feste Zahl von Ortsseiten.

Von einem Ladengeschäft mit Kartennadel führen Wege zu Bewertungen, Fotos, Suche und einer zweiten Filiale
KI-generierte Illustration

Tipp 3: Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall identisch geschrieben sein.

Firmenname, Anschrift und Telefonnummer sollten im Unternehmensprofil, im Impressum und in jedem Branchenverzeichnis in exakt derselben Schreibweise stehen. Weichen die Angaben voneinander ab, ist schwerer zuzuordnen, dass es sich um denselben Betrieb handelt — und eine unsichere Angabe wird im Zweifel weggelassen statt geraten.

Der häufigste Auslöser ist ein Umzug oder eine Umfirmierung: Website und Briefpapier wurden angepasst, ein Dutzend Verzeichniseinträge nicht. Legen Sie eine verbindliche Schreibweise fest — mit oder ohne Rechtsform, Straße ausgeschrieben oder abgekürzt, Telefonnummer mit oder ohne Ländervorwahl — und gleichen Sie alles daran an. Dieselbe Konsistenz zahlt inzwischen doppelt: Auch Antwortsysteme wie ChatGPT oder Perplexity lassen widersprüchliche Kontaktdaten lieber weg, als sich für eine Variante zu entscheiden.

Tipp 3: Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall aktuell und konsistent sein.

Firmenname, Anschrift und Telefonnummer sollten im Unternehmensprofil, im Impressum und in relevanten Branchenverzeichnissen aktuell und eindeutig zuzuordnen sein. Abweichende Schreibweisen sind nicht automatisch schädlich; widersprüchliche oder veraltete Angaben können die Zuordnung jedoch erschweren. Rechtlich erforderliche Angaben im Impressum müssen unabhängig davon vollständig und korrekt sein.

Ein häufiger Auslöser ist ein Umzug oder eine Umfirmierung: Website und Briefpapier wurden angepasst, ältere Verzeichniseinträge nicht. Legen Sie eine verbindliche Schreibweise fest und gleichen Sie die von Ihnen kontrollierbaren Fundstellen daran an. Konsistente Kontaktdaten erleichtern auch Antwortsystemen wie ChatGPT oder Perplexity die Zuordnung, ohne eine Nennung zu garantieren.

Tipp 4: Ladezeit gehört auf dem Handy gemessen, nicht am Bürorechner.

Die Ladezeit einer Website sollte auch auf einem Mobilgerät unter realistischen Mobilfunkbedingungen gemessen werden. Am Bürorechner mit schnellem Anschluss und gefülltem Zwischenspeicher wirkt eine Seite oft schneller. Google verwendet für Indexierung und Ranking grundsätzlich die mobile Version des Website-Inhalts.

Häufige Bremsen sind Fotos unverkleinert aus der Kamera, mehrere Tracking-Skripte, eingebettete Karten oder Schriften von fremden Servern. Ein Bild mit vier Megabyte, das im Layout 600 Pixel breit dargestellt wird, kann deutlich mehr Ladezeit verursachen als nötig. Passende Bildgrößen und moderne Formate sind daher oft ein wirksamer erster Schritt; wie groß der Effekt ist, muss gemessen werden.

Technik und Inhalte sollten getrennt geprüft und anschließend gemeinsam verbessert werden. Gute Texte helfen wenig, wenn eine Seite nicht zuverlässig erreichbar, lesbar oder ausreichend schnell ist; umgekehrt ersetzt eine schnelle Seite keinen hilfreichen Inhalt.

Tipp 5: Die Frage gehört in die Überschrift, die Antwort in den ersten Satz.

Ein klar aufgebauter Text kann leichter gefunden, verstanden und gegebenenfalls zitiert werden. Eine hilfreiche Form dafür ist eine Zwischenüberschrift, die eine konkrete Frage stellt, und ein erster Absatz, der sie unmittelbar beantwortet — mit Subjekt und ohne unnötigen Rückbezug auf das, was darüber steht. Eine Aufnahme in Such- oder KI-Antworten ist damit nicht garantiert.

Antwortsysteme wie ChatGPT, Perplexity und KI-Funktionen der Google-Suche können einzelne Passagen aus Webquellen für Antworten verwenden. Ein Absatz, der auch für sich verständlich bleibt, lässt sich dabei leichter einordnen als eine Passage mit vielen unklaren Rückverweisen.

Praktisch heißt das: „Was kostet eine Dachsanierung?“ als Überschrift statt „Unsere Leistungen im Überblick“ — und im ersten Satz eine Spanne, eine Bedingung oder ein ehrliches „Das hängt von zwei Dingen ab“ statt drei Absätzen Anlauf. Nebenbei ist das die Struktur, die Ihre Kunden am Telefon ohnehin erwarten.

Was Sie sich sparen können.

Vier verbreitete Maßnahmen bringen einem kleinen Betrieb wenig bis nichts und können ihm schaden. Sie werden trotzdem regelmäßig verkauft, weil sie sich gut in eine Rechnung schreiben lassen.

  • Gefälschte oder durch Gegenleistungen beeinflusste Bewertungen: Die Beauftragung gefälschter Verbraucherbewertungen ist nach dem UWG unzulässig. Vergütete oder anderweitig incentivierte Bewertungen verstoßen zudem gegen die Richtlinien des Google-Unternehmensprofils und können entfernt werden.
  • Gekaufte Links aus Linknetzwerken und Massenverzeichnissen mit dem Zweck, Rankings zu manipulieren: Sie verstoßen gegen Googles Spamrichtlinien und können die Sichtbarkeit beeinträchtigen. Bezahlte Verweise sollten nach diesen Richtlinien mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet werden.
  • Monatliche Keyword-Berichte ohne Umsetzung: Ein Bericht ist keine Arbeit an der Website. Die Frage, die eine Rechnung rechtfertigt, lautet: Was wurde in diesem Monat konkret geändert?
  • Das Meta-Keywords-Feld im Quelltext: Google wertet es seit vielen Jahren nicht mehr aus.

Wie lange dauert es, bis sich etwas zeigt?

Wann Veränderungen bei lokalen Suchen sichtbar werden, lässt sich nicht verbindlich vorhersagen. Korrekturen am Unternehmensprofil können nach der Verarbeitung vergleichsweise schnell erscheinen; Änderungen an Struktur und Inhalten der Website benötigen häufig länger, weil Seiten erneut gecrawlt und eingeordnet werden müssen.

Beurteilen lässt sich die Entwicklung besser, wenn vor der ersten Änderung gemessen wurde. Google Search Console kann kostenlos genutzt werden; eine Besucherstatistik verursacht je nach Lösung und Einrichtung Aufwand. Sie muss außerdem datenschutzkonform konfiguriert werden, wobei die Einwilligungspflicht von der konkret eingesetzten Technik und Verarbeitung abhängt. Ohne Ausgangswert bleibt hinterher offen, ob eine Maßnahme gewirkt hat oder ob andere Einflüsse wie die Saison ausschlaggebend waren.

Kurz gesagt

Unternehmensprofil pflegen, eigenständige Seiten statt kopierter Ortsseiten, aktuelle und konsistente Kontaktdaten, passende Bildgrößen und klar beantwortete Fragen — diese fünf Punkte sind für kleine Betriebe in Ostwestfalen-Lippe ein sinnvoller Anfang. Eine bestimmte Platzierung oder Zahl zusätzlicher Anfragen lässt sich daraus nicht garantieren. Wenn Sie an einem der fünf Punkte nicht sicher sind, wie es um Ihre Seite steht: Wir sehen uns die Adresse an und sagen Ihnen, was zuerst geprüft werden sollte. Werktags von 9 bis 17 Uhr unter 05732 68 69 260.

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